TC "Frei-weg" 1920 Neuss-Grimlinghausen

Chronik

1959 - 1960

Leider war es dem verdienstvollen Anton Daniels, der nach seinem Rücktritt als Tambourmajor noch aktiv in den Reihen der Spielleute mitmachte, nicht vergönnt, das 40jährige Bestehen, des Korps mitzuerleben. Von einem Herzanfall, den er auf einem Stiftungsfest in Glehn am 18.5.1958 erlitten hatte, erholte er sich nicht mehr. Für alle unfassbar wurde er mitten aus dem Schützenleben gerissen.

1959 marschierte das Korps zum ersten Mal mit seiner neuen Marschlyra auf. Sie ist, wie die meisten Instrumente und Uniformen, Vereinseigentum.

1960 - 40jähriges

Das 40jährige Jubelfest des Korps, das Ostern 1960 gefeiert wurde, wurde zu einem Riesenerfolg und damit zu einem besonderen Höhepunkt im Leben des Korps. Eingeleitet wurde das Fest mit einem sonntäglichen Umzug des Jubelkorps. Ein großer Festakt in dem eigens für das Jubelfest erstellten Festzelt auf dem Schützenplatz an der Quinheimerstrasse schloss sich an.

Bürgermeister Dr. Wilhelm Seitz hielt die viel beachtete Festansprache. Ein Festkonzert, zu dem die Kapelle Frohsinn aus Norf unter Jean Nießen in stärkster Besetzung erschienen war, und das Jubelkorps, beschloss den Tag. Der Ostermontag begann mit einem Festgottesdienst für die Verstorbenen und Gefallenen des Korps. Gegen 13.00 Uhr wurden 17 Gastvereine aus dem In- und Ausland empfangen.

Ein großer Festzug mit Parade schloss sich an. Ausklang des Festes war der große Spielmannsball im vollbesetzten Festzelt.

1961 - 1970

Es folgten zehn ereignisreiche Jahre, in denen das Tambour-Corps "Frei-weg" mehr und mehr zur Sammelstätte junger Spielleute wurde, und diese erzielten überall dort, wo sie mit ihrem Klangkörper auftraten, beachtliche Erfolge. In dieser Zeit (1962) fällt auch die Aufnahme der engen und freundschaftlichen Verbindung zur St. Sebastianus Schützenbruderschaft Büttgen, wo das Korps seit über 50 Jahren zum Schützenfest aufspielt und auch bei Frühkonzerten auftritt. Mittlerweile wurde das Bündnis zu Büttgen, insbesondere zum Sappeurcorps, so eng, dass aktive und passive Mitglieder in beiden Reihen stehen und im Jahr 2011 schaffte es das Korps durch den Kameraden Peter Ackers sogar auf den Königsthron.

Auch das interne Vereinsleben wurde entsprechend den äußeren Erfolgen reger. Jedes Jahr wurde seither im Vereinslokal, solange das zur Verfügung stand, später in anderen Gaststätten, eine zünftige Nikolausfeier abgehalten, bei der die Kinder der Mitglieder und die Frauen beschenkt wurden.

Alle zwei Jahre wurde eine zwei- oder dreitägige Fahrt mit den Frauen unternommen, in den 60-er Jahren u. a. 3-mal nach Alsdorf/Betzdorf im Westerwald und zu Orten im Sauerland.

1970 - 50jähriges

Sein goldenes Jubelfest feierte das Korps am Samstag, dem 10. Januar 1970, im vollbesetzten Kaisersaal. Die Veranstaltung begann um 19.00 Uhr mit einem Festkommers, zu dem die Musikkapelle "Frohsinn" Norf in großer Besetzung und das Jubelkorps den musikalischen Rahmen boten. Tambourmajor Peter Brüggen konnte zahlreiche Ehrengäste, Freunde und Gönner des Korps begrüßen, an der Spitze die Schützenmajestät Ferdi II. (Hilgers), den Schützenpräsidenten und Stadtverordneten Stephan Steuermann, Oberst Konrad Schneider, den Präsidenten der Heimatfreunde und Stadtverordneten Heinz Hilgers sowie Komitee- Mitglieder, Chargierte und Abordnungen befreundeter Korps.

Die Festansprache hielt der langjährige Freund des Jubelkorps Heinz Hilgers. Er würdigte die Leistungen des Korps in der näheren und weiteren Umgebung und sogar im Ausland, vor allem aber seinen Einsatz für den Schützenverein und die Dorfgemeinschaft. Dabei stellte er die besonderen Verdienste des unvergessenen Anton Daniels und des derzeitigen Tambourmajors Peter Brüggen für den Leistungsstand des Korps heraus. Auch nutzte er die Gelegenheit, dem Jubelkorps die Grüße und Erfolgswünsche des verhinderten Landtagsabgeordneten Dr. Hüsch zu übermitteln. Schützenpräsident und Stadtverordneter Steuermann überbrachte bei seinem Grußwort auch die Glückwünsche von Oberbürgermeister Karrenberg, von Rat und Verwaltung der Stadt sowie des ganzen Schützenregiments. Auch würdigte er den besonderen Einsatz des Jubelkorps für Schützenregiment und Dorfgemeinschaft.

Heinz Hilgers überreichte Tambourmajor Peter Brüggen und Theo Brüggen die goldene Verdienstnadel. Für die aufopferungsvollen Vorarbeiten für das Fest zeichnete der Major Heinz Hilgers und Toni Floer mit einer Standplakette aus. Die große Cour der Gratulanten beschloss den Festkommers. Der anschließende Spielmannsball, zu dem die Tanzbesetzung der Kapelle "Frohsinn" Norf aufspielte, bildete den Abschluss des äußerst harmonischen uns erfolgreichen Jubelfestes. Das glänzend verlaufene Goldene Jubiläum gab dem Korpsleben weiteren Auftrieb.

1971 - 1980

In den folgenden 10 Jahren wurden die Bemühungen um seine Erhaltung und mögliche Steigerung der Leistungen konsequent und erfolgreich fortgesetzt. 1975 konnte neben Gnadental und Büttgen auch eine enge und freundschaftliche Verbindung zum Bürgerschützenverein Uedesheim aufgenommen werden, wo das Corps nun seit rund 40 Jahren regelmäßig zum Schützenfest aufspielt. Auch das rege interne Vereinsleben lief wie bisher weiter.

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